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Mini-Tutorium am Freitag, 31. März 2006

Management großer Modelle

Schon 1976 unterschieden DeRemer und Kron zwischen Programming-in-the-large und Programming-in-the-small. Die gleiche Unterscheidung trifft auch auf Modelle zu: so, wie sich für die Programmierung ganz eigene Probleme und Fragestellungen ergeben, wenn man große Programme betrachtet, so ergeben sich auch ganz eigene Probleme und Fragestellungen für große Modelle und ihre Handhabung, die für kleine Modelle nicht schwerwiegend, nicht relevant, oder sogar überhaupt nicht sichtbar sind. Hier einige der Fragen:

  • Wie sollten große Modelle gegliedert und strukturiert werden? Wie kann die Modellstruktur über längere Zeiträume hinweg weiterentwickelt werden?
  • Wie können Modelle versioniert werden? Wie lassen sich verschiedene Versionen vergleichen und wieder integrieren?
  • Wie kann eine Migration eines großen Modells von einer Werkzeugplattform auf eine andere erfolgen?
  • Wie kann die Qualitätssicherung für große Modelle organisiert und zumindest teilweise automatisiert werden?

Im praktischen Einsatz sind Fragen wie diese entscheidend. Für kleine Modelle sind sie unbedeutend, da diese Aufgaben problemlos von Hand gelöst werden können. Für große Modelle ist dies nicht möglich und heutige kommerzielle CASE-Werkzeuge bieten hier wenig oder gar keine Unterstützung.

In diesem Mini-Tutorial werden pragmatische Lösungsansätze und Best Practices vorgestellt, um mit diesen Problemen umzugehen.

Dr. Harald Störrle

Dr. Harald Störrle hat im Jahr 2000 über Software Architektur und Modellierung an der Universität München promoviert. Seitdem hat er als Softwarearchitekt, Berater und Methodencoach in der Industrie gearbeitet, zunächst im Competence Center Informatik der FJA GmbH, seit 2001 arbeitet er als Senior Consultant für die MGM EDV-Beratung GmbH. In diesen Positionen hat er zahlreiche Modelle aller Arten und Größen in verschiedensten Projekten betreut. Zur Zeit organisiert er den Modellierungsprozess inklusive Werkzeugunterstützung, Qualitätssicherung und anderer begleitenden Themen im FISCUS-Nachfolgeprojekt, gegenwärtig wohl eines der größten Modellierungs-Projekte in Deutschland.

Zusätzlich versieht er seit 2001 Lehraufträge über Softwaretechnik und Softwarearchitektur an der Universität München. Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf Konferenzen und in Zeitschriften hat er in diesem Jahr zwei Bücher über UML 2.0 veröffentlicht, und zu diesem Thema zwei Tutorials auf internationalen Konferenzen gehalten.