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Die rasante Entwicklung der Telekommunikations- und Informationstechnologie ermöglicht die Nutzung von Telematik zur Effizienzsteigerung von Transportdienstleistungen. Diese Forschungsarbeit untersucht die Anwendung und Integration von Telematik für Transportdienstleister. Diese kann sich auf alle Arbeitsbereiche der Transportdienstleister auswirken, wie z.B. Frachtakquise, Kommunikation mit den Fahrern, Fahrzeug- und Auftragsverfolgung sowie Planung.
Diese Forschungsarbeit hat drei Hauptziele. Das erste Ziel ist zu zeigen, wie Telematik in das Supply Chain Management des Transporteurs integriert werden kann. Ein wesentlicher Bestandteil der für den Transportdienstleister relevanten Information entsteht im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Transportvorgang auf der Straße, oder dem Umschlag beim Kunden. Der größte Teil dieser Informationen war bisher oft nur den Fahrern bekannt. Mit der Nutzung von Telematik können diese Informationen jedoch unmittelbar bei bekannt werden an die Dispositionszentrale gesendet werden. Dort können die Daten analysiert und weiterverarbeitet werden, z.B. zur Identifizierung von unvorhersehbaren Ereignissen oder um Kunden über den Auftragsfortschritt zu informieren. Andererseits können auch die Fahrer durch eine verbesserte Integration in den internen Informationsfluses profitieren. Diese Arbeit zeigt wie die Potenziale einer verbesserten Kommunikationsmöglichkeit, sowie eine verbesserte Verfügbarkeit und Qualität von Informationen, ausgeschöpft werden können.
Im Gegensatz zur statischen Planung, bei der alle relevanten Informationen a priori bekannt sind, werden Transportdienstleister in der Praxis während der Durchführung der Transporte mit sich verändernden Daten konfrontiert. Praktische Probleme sind folglich dynamisch. Sich verändernde Verkehrsbedingungen oder Fahrzeugausfall sind nur zwei Beispiele hierfür. Desweiteren wird ein signifikanter Anteil der Transportaufträge häufig nur kurz vor deren Durchführung bekannt. Daher kann nur in wenigen speziellen Fällen statisch geplant werden. Praxis-relevante Probleme zeichnen sich auch durch eine Vielzahl unterschiedlichster Anforderungen aus, wie z.B. die Einhaltung von Zeitfensterrestriktionen, mehrere Be- und Entladestellen, mehrdimensionale Ressourcenbeschränkungen, eine heterogene Fahrzeugflotte sowie Lenk- und Ruhezeitregelungen. Die meisten klassischen Modelle vereinfachen die in der Praxis auftretenden Probleme zu stark. Das zweite Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, ein für die dynamische Tourenplanung geeignetes Modell zu erstellen, welches die in der Praxis auftretenden Anforderungen berücksichtigt, das General Vehicle Routing Problem (GVRP).
Das dritte Ziel ist die Entwicklung von Methoden zur Lösung des dynamischen GVRP in Echtzeit. Anstatt Tourenplänen vollständig neu zu berechnen, benutzen die vorgestellten Methoden den aktuellen Tourenplan der praktischen Anwendung als Startlösung und nutzen die zur Verfügung stehende Zeit zur Verbesserung der Lösung. D.h. die Zeit zwischen je zwei Veränderungen der Eingabeparameter wird für die Optimierung der Lösung benutzt. Aufgrund von sehr schneller Antwortzeiten können die Verfahren konkurrierend auf das System zugreifen und so den aktuellen Tourenplan verändern, wenn dies möglich und sinnvoll ist. Es wird gezeigt, wie die vorgestellten Verfahren zur Unterstützung einer dynamischen Tourenplanung genutzt werden können. |
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