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Diplomarbeit
Erkennung von Fehlermustern in Ablaufmodellen

Der erste Schritt bei der Erstellung betrieblicher Software ist es oft, vorhandene Abläufe in einem Unternehmen in einer grafischen Modellierungssprache (z.B. UML Aktivitätsdiagramme, BPMN oder EPK) zu modellieren. Diese Modelle werden häufig von denjenigen Fachexperten erstellt, die das entsprechende Wissen in der jeweiligen Anwendungsdomäne haben. Betrachtet man solche Modelle aus der Praxis, fällt ein relativ hoher Prozentsatz von falsch oder schwer verständlichen Modellen auf.

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Untersuchung häufiger Fehlermuster und baut dabei auf am Lehrstuhl vorhandene Vorarbeiten auf. Ausgangspunkt ist eine am Lehrstuhl vorhandene Sammlung von Modellen, für die ebenfalls Informationen über deren Korrektheitseigenschaften sowie Komplexitätsmaße vorliegen.

Zu bearbeiten sind hierfür die folgenden Fragestellungen:
  • 1. Welches sind häufig auftauchende Muster im Modell, die zu den erkannten Fehlern führen?
  • 2. Welches sind häufig auftauchende Muster im Modell, die zu hohen Komplexitätsmetriken führen? In welchen Fällen gibt es "einfachere" Alternativmodelle für diese Muster?
  • 3. Welche Korrekturvorschläge können für die in 1. und 2. erkannten Muster gemacht werden?
  • 4. Wie können die Muster automatisch erkannt werden?

Die Abschnitte 1-3 und der Abschnitt 4 bilden zwei Teile der Arbeit, die etwa mit dem gleichen Aufwand zu betrachten wären.

In den ersten Abschnitten geht es darum, fehlerhafte und sehr komplexe Modelle zu betrachten und die Frage zu beantworten, welche Modellierungsmuster typisch für solche Probleme in Modellen sind.

Im Abschnitt 4 ist zu untersuchen, wie die identifizierten Muster in vorhandenen Modellen identifiziert werden können. Die (ursprünglich grafischen) Modelle liegen dabei als XML-Datei vor, die die einzelnen Modellelemente (wie Aktivitäten oder Kanten zwischen den Aktivitäten) enthält. Bei der Identifizierung von Mustern handelt es sich folglich um einen Anwendungsfall der Mustersuche in Graphen.

Bei Interesse an diesem Thema wenden Sie sich bitte an Ralf Laue.
Literatur