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Forschungspraktikum

"Konzeption und Weiterentwicklung Process Pattern Workbench"


Kontext:

Patterns (zu deutsch: Muster) beschreiben ein Problem, das in einem bestimmten Kontext auftritt, und die entsprechende Lösung. Patterns verkörpern also Wissen und Erfahrung bzgl. bestimmter Sachverhalte. Die Verwendung des Wortes Pattern signalisiert, dass es sich um immer wiederkehrende Probleme handelt, die „musterhaft“ gelöst werden.

Es gibt unterschiedliche Arten von Patterns: In der Softwareentwicklung haben sich die sogenannten Design Patterns zur Unterstützung des Softwareentwurfs bereits etabliert. Dagegen dienen Process Patterns der Definition von Softwareentwicklungsprozessen.

Im Rahmen der Arbeit von Dittmann [Dit02] wurden die konzeptionellen Grundlagen für die Beschreibung und Modellierung von Process Patterns in Gestalt der Process Pattern Description Language PROPEL geschaffen. Im Rahmen der Arbeit von Schröder [Sch03] wurden diese Grundlagen softwaretechnisch in Form von Anforderungsspezifikation, Entwurf und Implementierung der Process Pattern Workbench umgesetzt.

Ziele:

Ziel des Forschungspraktikums ist die Weiterentwicklung der Process Pattern Workbench sowohl durch Weiterführung des Entwurfs als auch durch die weiterführende Implementierung der Process Pattern Workbench. Der Praktikant erhält auf diese Weise die Möglichkeit, alle Phasen des Softwareentwicklungsprozesses von der Spezifikation bis hin zur Implementierung mitzugestalten.

Praktikumsaufgaben:

  • Weiterentwicklung der konzeptionellen Grundlagen (z.B. Hinzufügen weiterer Process Pattern Relationen)


  • Erarbeitung eines Rechtekonzepts zur Modellierung und Verwaltung von Process Patterns


  • Erarbeitung eines Mechanismus zur automatischen Identifikation von Pattern Relationen


  • Erarbeitung eines Mechanismus zur statistischen Auswertung von Process Pattern Instanzen


  • Realisierung der Process Pattern Workbench als Web-Client


  • Umstellung der Datenbank von DB2 auf MySQL


  • Verifikation und Validierung der Ergebnisse



Voraussetzungen:

Im Rahmen der DA wird der komplette SW-Entwicklungsprozess von Anforderungsspezifikation bis zur Abnahme durchlaufen. Deswegen sollte der Diplomand schon in SW-Entwicklungsprojekten mitgearbeitet haben. Kenntnisse in Intranet-/Internet-Technologien (Browser, HTML, Applet-, Servlet-Programmierung) und Datenbanken sollten vorhanden sein.

Literatur:

  • Appleton, B.: Patterns and Software: Essential Concepts and Terminology, http://www.cmcrossroads.com/bradapp/docs/patterns-intro.html, 1998.[App98]


  • Coplien, J.: Software Patterns, SIGS Books & Multimedia, 1996, New York.[Cop96]


  • Dittmann, T.: PPDL – Eine Beschreibungssprache für Process Patterns. Diplomarbeit, Universität Dortmund, 2002.[Dit02]


  • Luckmann, A.: Das adesso-Prozessmodell: Unterstützung von flexiblen Prozessmodellen. Diplomarbeit, Universität Dortmund, 2001.[Luc01]


  • Schröder, J.: Konzeption und Entwicklung einer Process Pattern Workbench. Diplomarbeit, Universität Dortmund, 2003.[Sch03]

Bei Fragen, oder wenn sie sich für dieses Praktikum bewerben möchten, schreiben Sie an  pg@ebus.informatik.uni-leipzig.de