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PRESSEMITTEILUNG
Latenzzeiten kein Problem mehr
Bereich: Neue technologische Entwicklungen
Sachgebiet: Informatik, Web-Engineering
Der Lehrstuhl für Angewandte Telematik / e-Business der Universität Leipzig und die inverso GmbH aus München haben gezeigt, dass durch den Einsatz ei-nes Proxys mit Zwischenspeicher (Cache) die Transaktionszeiten von Webanwendungen beim Zugriff über GPRS und UMTS im Mittel um bis zu 25% ge-senkt werden können.
Als Webportale realisierte Außendienstsysteme, die über mobile Kommunikationskanäle wie UMTS und GPRS kommunizieren, leiden unter der im Vergleich zum LAN schwachen Performance dieser Netzwerke. Die niedrigen Bandbreiten und insbesondere die hohen Latenzzeiten erlauben es oft nicht, die mit hohem Aufwand entwickelten Portale mobil am Point-Of-Service einzusetzen, da der Seitenaufbau quälend langsam vor sich geht.
In einer solchen Situation kann der Einsatz eines Pro-xys mit Zwischenspeicher (Cache) auf den mobilen Clients (wie z.B. Notebooks) Abhilfe schaffen. Zu-sammen mit der inverso GmbH aus München hat der Lehrstuhl für Angewandte Telematik / e-Business der Universität Leipzig für die Versicherungskammer Bayern diese Möglichkeit untersucht und konnte da-bei aufzeigen, dass so bestehende Außendienstsysteme auch über mobile Datennetze zufriedenstellend genutzt werden können.
Die Transaktionszeiten (also die Zeit, die vergeht bis eine neue Bildschirmmaske angezeigt wird) des dabei untersuchten Außendienstsystems konnten unter GPRS über einen längere Geschäftsvorfall gemittelt um bis zu 25% gesenkt werden und lagen danach in einem Bereich, der von Benutzern als akzeptabel empfunden wurde. Bei bestimmten Transaktionen waren Beschleunigungen von bis zu 75% (GPRS) bzw. 50% (UMTS) möglich.
Erreicht wird dies dadurch, dass statische Inhalte des Webportals wie Stylesheets und Grafiken auf dem mobilen Client vom Proxy zwischengespeichert werden, der dann alle Anfragen des Browsers nach diesen Ressourcen behandelt und nicht über das Netzwerk an den Host schickt. Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass keinerlei Eingriffe an der Webanwen-dung selbst erforderlich sind und dass das qualitativ hochwertige Erscheinungsbild der Anwendung (Grafi-ken, Layout) nicht für den mobilen Zugriff optimiert werden muss. Lediglich eine unproblematische Installation des Proxys auf den Client-Rechnern ist erforderlich.
Ansprechpartner Clemens Schäfer, LPZ e-Business
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