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Kooperationsprojekte 2005
Die folgenden Kooperationsprojekte mit den Partnern der Professur fanden im Jahr 2005 statt. Die Berichte sind dem  Jahresbericht 2005 entnommen. Weitere Jahrgänge finden Sie im Archiv.

AWD, Elektronische Signatur

Beim Transfer digitaler Daten, e-Mails und Dokumente kann deren Ursprung und die nachträgliche Veränderung durch elektronische Signaturen nachgewiesen und die Vertraulichkeit gesteigert werden, um damit rechtssichere Transaktionen zu ermöglichen. Die Studie soll einen Überblick und praktische Empfehlungen für den Einsatz elektronischer Signaturen geben.

Deutsche Telekom, Managed Security: Die Deutsche Telekom AG steht als Europas größten Telekomunikationsanbieter vor der Herausforderung, ihre Produkte und Dienste nach strengsten Sicherheitsanforderungen zu entwickeln. LPZ e-Business hat hierfür bekannte Sicherheitsrisiken und Abwehrmaßnahmen dagegen untersucht, sowie sie in einem mehrdimensionalen Bezugsrahmen zusammengestellt. Dieser Bezugsrahmen erlaubt es, bekannte Riskiken für bestehende und zu entwickelnde Produkte zu bewerten. Im Gegensatz zu vergleichbaren Ansätzen haben wir dabei die Betrachtungen stets mit der Bewertung vollständiger Geschäftsprozesse begonnen und auch Fragen beantwortet, die bei einer rein technischen Betrachung in der Regel vernachlässigt werden, beispielsweise, „Was soll passieren, wenn ein Nutzer sein Kennwort vergessen hat?“

Deutsche Telekom, Systemdokumentation mit UML 2.0

Im August 2005 beauftragte die Deutsche Telekom AG den Lehrstuhl mit einer Studie über effektive Methoden und Techniken zur Dokumentation komplexer IT-Landschaften. Als ein Ergebnis für kurzfristige Maßnahmen wurde von LPZ e-Business die Verwendung ausgewählter Diagrammtypen des UML 2.0-Modells empfohlen, um eine einheitliche Semantik für alle Dokumente zu gewährleisten. Auf diese Art und Weise wird die Zusammenarbeit von Systemtechnikern, IT-Fachkräften und Managern unter Verwendung einer gemeinsamen Sprache erleichtert und mögliche Fehler durch Missverständnisse ausgeschlossen.

Im Anschluss an die Studie beauftragte die Deutsche Telekom AG den Lehrstuhl damit, die für ausgewählte Bereiche der Dokumentation benötigten UML-Kenntnisse für die Vermittlung in Workshops aufzubereiten. Die ersten Workshops fanden bereits 2005 statt. Für das Jahr 2006 ist eine Fortsetzung der Workshops auf breiter Ebene geplant.ENSO, Prozessoptimierung im Netzbereich der Energieversorgung Sachsen Ost AG: LPZ e-Business unterstützt die ENSO bei der Prozessanalyse und -optimierung im Netzbereich mit der am Lehrstuhl entwickelten Methode des Mobile Process Landscaping. Diese Methode ermöglicht es, Geschäftsprozesse systematisch auf ihr Mobilitätspotenzial zu untersuchen und von der Mobilität direkt oder indirekt beeinflusste (auch nichtmobile) Prozessanteile zu identifizieren. Im Vorjahr wurden die Kernprozesse des Netzbereiches der ENSO modelliert, optimierungsbedürftige Prozesse identifiziert und für den Prozess „Turnuswechsel Elektrizitätszähler“ mittels Mobile Process Landscaping Optimierungsstrategien entwickelt. Derzeit analysiert LPZ e-Business die vielfältigen Prozesse im Netzbetrieb der ENSO für die Entwicklung eines Optimierungskonzeptes, das auf verschiedenste Betriebsführungsprozesse anwendbar sein wird.

Hannover Re, Medical Malpractice France Online

Auch im Jahr 2005 setzten die Hannover Rückversicherung AG und LPZ e-Business ihre fruchtbare Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts Medical Malpractice France Online fort. Bei diesem Projekt, hinter dem das Haftpflichtgeschäft für Ärzte in Frankreich steht, übernahm LPZ e-Business die fachliche Spezifikation, die Entwicklung der Oberflächenprototypen sowie die Anpassung der von LPZ e-Business im Vorjahr entwickelten Underwriting-Engine. Das System wurde von einem Softwarehaus implementiert und konnte im Sommer 2005 online gehen.

Hannover Re, US Auto Liability Online

Ein weiteres Produkt, das LPZ e-Business mit der Hannover Rück erfolgreich umgesetzt hat, ist US Auto Liability Online. Bei diesem Produkt konnte LPZ e-Business auf die Erfahrung vergangener e-Business Projekte zurückgreifen und kurzfristig das Konzept für ein Versicherungstool für Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickeln. Auch dieses Produkt wurde mittlerweile durch ein Softwarehaus implementiert und ist seit Herbst 2005 online.

Hannover Re, Fac Smart Form

Das Projekt Fac Smart Form geht auf eine Industrieinitiative zurück, der neben der Hannover Rück die beiden weltweit größten Rückversicherer, Münchner Rück und Schweizer Rück, sowie namhafte Broker wie AON und Zedenten wie AIG, AXA oder Royal&Sunalliance angehören. LPZ e-Business unterstützt die Hannover Rück im Rahmen dieser Initiative bei der Erstellung eines gemeinsamen Angebotsformulars für kleines und mittleres fakultatives Sachgeschäft in Europa mit dem Ziel, einen Standard für elektronischen Datenaustausch in diesem Marksegment zu schaffen.

inframation und adesso, MOGLI

Viele private und unternehmerische Entscheidungen im Umfeld von Grundstücken und Liegenschaften z.B. Kauf eines Hauses, Bau einer Industrieanlage etc. können erst getroffen werden, wenn alle verfügbaren ortsbezogenen Informationen vorliegen. Die Beschaffung solcher Daten (Lage und Größe des Grundstückes, Verkehrsanbindung etc.) in Verbindung mit weiteren Zusatzinformationen (Altlasten, Preis, Eigentümer, Hochwassergefährdung etc.) nimmt heute sehr viel Zeit in Anspruch und benötigt ein umfangreiches Fachwissen darüber, wo welche Daten zur Verfügung stehen.

In dem Verbundforschungsprojekt Mogli soll ein Mobiles Grundstücks- und Liegenschafts-Informationssystem erstellt werden, das die zu einem Grundstück vorliegenden Daten für ein mobiles Endgerät zusammen trägt und aufbereitet, sodass sie bereits bei einem Ortstermin zur Verfügung stehen. Das Projekt wird bis Mitte 2007 zusammen mit den Partnern adesso AG und inframation AG durchgeführt.

inverso, Vertriebssysteme für den Versicherungsaußendienst im Jahr 2010

Für das Softwarehaus inverso erstellte LPZ e-Business eine Studie mit dem Thema „Vertriebssysteme für den Versicherungsaußendienst im Jahr 2010“. Dabei ging es um die Frage, welche Anforderungen an ein Vertriebsystem im Jahr 2010 aus Sicht der Vertriebsmitarbeiter, des Unternehmens, der Kunden und anderer Parteien gestellt werden könnten. Darauf aufbauend wurden Referenzmodelle für die zu Grunde liegenden Geschäftsprozesse, für die Dialoggestaltung, für die fachlichen und technische Komponenten sowie für die Systemarchitektur entwickelt. Das Softwarehaus inverso plant, diese Referenzmodelle in zukünftigen Projekten einzusetzen, um besonders die frühen Phasen im Entwicklungsprozess systematisch und fundiert unterstützen zu können.

MLP, Vertriebsprozesse

Für den Finanzdienstleister MLP erstellt LPZ e-Business eine Studie, in der die Vertriebsprozesse des Unternehmens analysiert werden. Ausgehend von den Ergebnissen der Prozessbetrachtungen und identifizierten Weiterentwicklungen der Prozesse wird eine Bewertung der Architektur der Vertriebssysteme wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung dieser Anwendungen liefern.

OMG-Mitgliedschaft

Seit dem 1. Dezember 2005 ist der Lehrstuhl für Angewandte Telematik / e-Business Mitglied der Object Management Group (OMG). Die OMG ist ein nicht-kommerzielles, internationales Konsortium großer und mittelgroßer Unternehmen sowie Universitäten und Forschungsinstitute, das verschiedene Standards und Spezifikationen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien entwickelt, pflegt und fördert. Die bekanntesten Vertreter sind die Unified Modeling Language (UML), die Middleware CORBA und die Model Driven Architecture (MDA).
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