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Kooperationsprojekte 2006
Die folgenden Kooperationsprojekte mit den Partnern der Professur fanden im Jahr 2006 statt. Die Berichte sind dem  Jahresbericht 2006 entnommen. Weitere Jahrgänge finden Sie im Archiv.

Atradius N.V.: Internationales Beratungsprojekt

Mit der Atradius N.V., dem weltweit zweitgrößten Kreditversicherer mit einem Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro und Sitz in Amsterdam, konnte LPZ e-Business einen Kunden aus einer neuen Branche gewinnen. LPZ e-Business hat Atradius bei der Entwicklung einer IT-Strategie und im Bereich serviceorientierter Architekturen beraten vor dem Hintergrund, die Zukunftsfähigkeit der Kernsysteme des Unternehmens zu erhalten. Diese fällen täglich mehr als 10,000 Kreditentscheidungen an über 90 Standorten in mehr als 40 Ländern der Welt. Zusätzlich konnte LPZ e-Business im Rahmen eines individuellen IT-Update-Workshops einem Neueinsteiger in das IT-Management den aktuellen Stand von Technologien, IT-Trends und deren Bewertung vermitteln.

AWD: Elektronische Signatur

Beim Transfer digitaler Daten, e-Mails und Dokumente kann deren Ursprung und die Integrität durch elektronische Signaturen nachgewiesen werden, um die Vertraulichkeit zu steigern und rechtssichere Transaktionen zu ermöglichen. Die Studie gibt einen Überblick und praktische Empfehlungen für den Einsatz elektronischer Signaturen.

Berliner Arbeitskreis Maklerprozesse: Erstellung eines Referenzprozessmodells

Als Mitglied des Berliner Arbeitskreises Maklerprozesse ist LPZ e-Business an der Erstellung eines Referenzprozessmodells für die Geschäftsprozesse im Maklerbüro beteiligt. Ziel dieses Projekts ist neben der systematischen Darstellung der Arbeitsabläufe vor allem die Identifikation der Schnittstellen zwischen Maklern und Versicherern, sowie die Beschreibung der Schwachstellen und gewünschten Verbesserungen aus Maklersicht an diesen Schnittstellen. Die Ergebnisse des Arbeitskreises werden in regelmäßigen Workshops vorgestellt.

Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK): Beratungsprojekt

In einem Beratungsprojekt zu IT-Strategien kooperierte LPZ e-Business mit der DAK, die mit über 4 Millionen Versicherten die zweitgrößte Krankenkasse in Deutschland ist. Ziel dieses Projektes war, Vorgehen zu erstellen und zu bewerten, wie sich das zentrale System zur Mitgliederverwaltung in Zukunft weiterpflegen oder neu entwickeln lässt. Berücksichtigt werden musste dabei die gewachsene Systemlandschaft, die sich abzeichnenden weit reichenden gesetzlichen Änderungen bei den Krankenversicherungen, sowie die sich zu dieser Zeit ergebende strategische Ausrichtung auf die 21c-Plattform der ISKV GmbH.

T-Com: UML im Softwareentwicklungsprozess

LPZ E-Business unterstützte die T-Com bei der Einführung der UML in den Softwareentwicklungsprozess. Dazu wurde eine auf die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittene Modellierungsmethode entwickelt. Darüber hinaus wurde definiert, in welchen Dokumenten des T-Com-spezifischen Softwareentwicklungsprozesses welche UML-Artefakte zu integrieren sind. Im Ergebnis konnte gezeigt werden, wie die Softwareentwicklung durch den Einsatz moderner Modellierungsmethoden besser unterstützt werden kann.

DB Telematik: Beratungsprojekt

Die DB Telematik GmbH ist im Konzern Deutsche Bahn Servicedienstleister mit Schwerpunkt Telekommunikation rund um den kommerziellen und sicherheitsrelevanten Bahn-, Logistik- und Mobilitätsmarkt. Zusammen mit LPZ e-Business wurden moderne Konzepte zur Parkraumnutzung und Bewirtschaftung entwickelt.

ENSO: Prozessoptimierung

LPZ e-Business unterstützte die ENSO bei der Prozessanalyse und -optimierung im Netzbereich der Energieversorgung Sachsen Ost AG mit der an der Professur entwickelten Methode des Mobile Process Landscaping. Diese Methode ermöglicht es, Geschäftsprozesse systematisch auf ihr Mobilitätspotenzial zu untersuchen und von der Mobilität direkt oder indirekt beeinflusste (auch nichtmobile) Prozessanteile zu identifizieren. Im Vorjahr wurden die Kernprozesse des Netzbereiches der ENSO modelliert, optimierungsbedürftige Prozesse identifiziert und für den Prozess „Turnuswechsel Elektrizitätszähler“ mittels Mobile Process Landscaping Optimierungsstrategien entwickelt. Derzeit analysiert LPZ e-Business die vielfältigen Prozesse im Netzbetrieb der ENSO für die Entwicklung eines Optimierungskonzeptes, das auf verschiedenste Betriebsführungsprozesse anwendbar sein wird.

Hannover Rückversicherung AG: Produktentwicklung und Strategieberatung

Im nunmehr vierten Jahr der Zusammenarbeit konnte LPZ e-Business die Kooperation mit der Hannover Rückversicherung AG, dem nach Prämienvolumen viertgrößten Rückversicherungsunternehmen weltweit, fortsetzen und ausbauen. LPZ e-Business übernahm dabei wiederum die frühen Phasen der Softwareentwicklung von e-Business-Produkten. Neben der Spezifikation einer erweiterten Version des Portals für Autohaftpflicht wurde mit Workers Compensation Online ein neues Projekt ebenfalls für den amerikanischen Markt entworfen. Beide Systeme wurden in der Zwischenzeit durch einen Implementierungspartner realisiert und sind in Produktivbetrieb. Neben der Unterstützung bei der Produktentwicklung beriet LPZ e-Business die Hannover Rück zudem bei der Gestaltung ihrer e-Business Strategie.

Hannover Re: Fac Smart Form

Das Projekt Fac Smart Form geht auf eine Industrieinitiative zurück, der neben der Hannover Rück die beiden weltweit größten Rückversicherer, Münchner Rück und Schweizer Rück, sowie namhafte Broker wie AON und Zedenten wie AIG, AXA oder Royal&Sunalliance angehören. LPZ e-Business unterstützte die Hannover Rück im Rahmen dieser Initiative bei der Erstellung eines gemeinsamen Angebotsformulars für kleines und mittleres fakultatives Sachgeschäft in Europa mit dem Ziel, einen Standard für elektronischen Datenaustausch in diesem Marksegment zu schaffen.

inframation und adesso: MOGLI

Viele private und unternehmerische Entscheidungen im Umfeld von Grundstücken und Liegenschaften, z.B. Kauf eines Hauses, Bau einer Industrieanlage etc. können erst getroffen werden, wenn alle verfügbaren ortsbezogenen Informationen vorliegen. Die Beschaffung solcher Daten (Lage und Größe des Grundstückes, Verkehrsanbindung etc.) in Verbindung mit weiteren Zusatzinformationen (Altlasten, Preis, Eigentümer, Hochwassergefährdung etc.) nimmt heute sehr viel Zeit in Anspruch und benötigt ein umfangreiches Fachwissen darüber, wo welche Daten zur Verfügung stehen. In dem Verbundforschungsprojekt MOGLI wird ein Mobiles Grundstücks- und Liegenschafts-Informationssystem erstellt, das die zu einem Grundstück vorliegenden Daten für ein mobiles Endgerät zusammen trägt und aufbereitet, sodass sie bereits bei einem Ortstermin zur Verfügung stehen. Das Projekt wird bis Mitte 2007 zusammen mit den Partnern adesso AG und inframation AG durchgeführt.

inverso: Vertriebssysteme für den Versicherungsaußendienst im Jahr 2010

Für das Softwarehaus inverso erstellte LPZ e-Business eine Studie mit dem Thema „Vertriebssysteme für den Versicherungsaußendienst im Jahr 2010“. Dabei ging es um die Frage, welche Anforderungen an ein Vertriebsystem im Jahr 2010 aus Sicht der Vertriebsmitarbeiter, des Unternehmens, der Kunden und anderer Parteien gestellt werden könnten. Darauf aufbauend wurden Referenzmodelle für die zu Grunde liegenden Geschäftsprozesse, für die Dialoggestaltung, für die fachlichen und technischen Komponenten sowie für die Systemarchitektur entwickelt. Das Softwarehaus inverso plant, diese Referenzmodelle in zukünftigen Projekten einzusetzen, um besonders die frühen Phasen im Entwicklungsprozess systematisch und fundiert unterstützen zu können.

ISKV: Lasttest-Softwarelösung

Die ISKV ist der IT-Dienstleister einer Vereinigung von ca. 80 Innungs- und Betriebskrankenkassen der gesetzlichen Krankenversicherung. Derzeit erfolgt bei der ISKV eine Neuentwicklung der Software zur Abwicklung des GKV-Tagesgeschäftes. Im Rahmen dieses Projektes erarbeitete LPZ E-Business eine Softwarelösung zur Erzeugung sehr großer, fachlich konsistenter Stammdatenbestände mit bis zu zehn Millionen Versicherten. Diese Datenbestände werden für Lasttests des Softwaresystems im Hinblick auf mögliche Fusionen von Krankenkassen verwendet. Die Erzeugung solcher Datenbestände für Tests war notwendig, da die größten vorhandenen Datensätze nur etwa 100.000 Versicherte umfassen.

MLP: Analyse und Bewertung des neuen Vermittlerrechts

LPZ E-Business unterstützte MLP bei der Analyse und Bewertung des neuen Vermittlerrechts auf Basis der EU-Vermittlerrichtlinie. Es konnte gezeigt werden, welche Änderungen im Beratungsprozess sowie am Beratungsprotokoll vorgenommen werden müssen, um Rechtskonformität herzustellen. Darüber hinaus wurde die Beratungsdokumentation zusätzlich noch einer Prüfung nach allgemeinen Qualitätsstandards unterzogen, um sicherzustellen, dass die Kunden von MLP stets eine ansprechende und aussagekräftige Dokumentation ihrer Beratung ausgehändigt bekommen.

MLP: Studie Vertriebsprozesse

Für den Finanzdienstleister MLP erstellte LPZ e-Business eine Studie, in der die Vertriebsprozesse des Unternehmens analysiert werden. Ausgehend von den Ergebnissen der Prozessbetrachtungen und identifizierten Weiterentwicklungen der Prozesse wird eine Bewertung der Architektur der Vertriebssysteme wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung dieser Anwendungen liefern.

msg: Studie Offshore-IT

Das Thema Offshore-IT-Outsourcing wird derzeit in vielen Unternehmen diskutiert: Ist die Software-Entwicklung in Niedriglohnländern eine nahe liegende Antwort auf den zunehmenden Kostendruck? Sind Entwicklungs- und Betriebsprozesse leichter zu verlagern als Geschäftsprozesse? Oder ist die IT von so wichtiger und gestalterischer Bedeutung, dass Unternehmen mit ihrer Auslagerung eine Kernkompetenz aufgeben würden? Für die msg systems AG erstellte die Professur für Angewandte Telematik/e-Business eine Studie, in der dieser Fragenkomplex mit speziellem Fokus auf die Situation der Versicherungswirtschaft beleuchtet wurde. Um ein umfassendes Bild der verschiedenen Standpunkte zu zeichnen, gingen auch Erkenntnisse aus Expertengesprächen mit IT-Entscheidern von Versicherungsunternehmen in die Ergebnisse ein.

Pica: Beratungsprojekt

Die Pica GmbH ist ein Software- und Beratungshaus, das sich unter anderem auf mobile Unternehmenslösungen spezialisiert hat. LPZ E-Business unterstützte die Pica GmbH bei allgemeinen Fragen zur Modellierung und Analyse von mobilen Geschäftsprozessen sowie zu Fragen der Wirtschaftlichkeitsbewertung für mobile Lösungen.

VHV: Architekturmanagement

Die VHV sieht sich als Erstversicherungsunternehmen großen Herausforderungen durch die rasanten Veränderungen auf dem Versicherungsmarkt ausgesetzt. Zur Reaktion auf diese Situation werden derzeit wesentliche Teile der Softwaresysteme von Grund auf und mit modernen Technologien neu entwickelt. LPZ E-Business unterstützte die VHV mit der Definition und Aufstellung des für diese Aufgabe notwendigen zentralen Architekturmanagements.

Sächsische Aufbaubank: Entwicklung eines Frameworks zur Dialogsteuerung in Web-Anwendungen

In Kooperation mit der itCampus Software- und Systemhaus GmbH (itCampus) entwickelt die Professur für Angewandte Telematik/e-Business ein Framework zur Steuerung komplexer Dialogabläufe in Web-Anwendungen, das Entwicklern ohne zusätzlichen Implementierungsaufwand die Realisierung hierarchischer Dialogstrukturen und endgerätespezifischer Interaktionsmuster ermöglicht.

Die dazu benötigte Dialogfluss-Spezifikation wird von einem ebenfalls im Rahmen des Verbundprojekts entwickelten Editor (siehe Bild unten) generiert, der aus grafischen Dialogflussdiagrammen automatisch maschinenlesbare Spezifikationen erzeugt. Ziel dieser Werkzeuge ist es, im Rahmen eines dialoggetriebenen Software-Entwicklungsprozesses sowohl die Effizienz der Anwendungsentwicklung als auch die Benutzerfreundlichkeit von stationär und mobil genutzten Web-Anwendungen deutlich zu steigern.

Das Vorhaben wird im Rahmen der Technologieförderung mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 200-2006 und mit Mitteln des Freistaates Sachsen gefördert.

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